Geschichte

Schnuppervorlesung: Die Ersetzbarkeit des Menschen: Sozialistische KI-Entwürfe im 20. Jahrhundert

Mittwoch, 18.03.2026

Die Geschichte der Industrialisierung ist auf das Engste mit dem Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen verknüpft. Seit der frühen Mechanisierung hat sich der Einsatz von Maschinen rasant schnell weiterentwickelt. Stichworte sind etwa Automation, Robotik, Kybernetik, Computer, Cyborgs und Künstliche Intelligenz. Parallel dazu beschäftigte Gesellschaften in Ost und West die Frage nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Maschinen und welchen Nutzen oder welche Gefahren von ihnen ausgehen. Viele dieser Entwicklungen und Debatten werden mit der westlichen Welt und dem Kapitalismus assoziiert. Bislang fehlen historisierende und analytische Studien zu der Frage, welche Denktraditionen und Entwicklungen es in Bezug auf das Verhältnis von Mensch und Maschine im Sozialismus, insbesondere in der Sowjetunion, gegeben hatte. In der Vorlesung soll historisch-systematisch nach Denkfiguren, Traditionen, Debatten und Entwicklungen zum Thema Mensch und Maschine aus verschiedenen Perspektiven wie der Kultur-, Technik-, Wissens- oder Ideengeschichte betrachtet werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf sozialistischen Konzepten und ihren Umsetzungen in der Sowjetunion. Damit verbunden ist die Absicht, diese „weissen“ Flecken in Bezug auf das Thema zu füllen, nach Spezifika wie utopischen Gesellschaftsentwürfen zu fragen, aber auch immer wieder Wissenstransfers und -zirkulationen in den Blick zu nehmen.

Dozierende(r): Prof. Dr. Julia Richers, PD Dr. Carmen Scheide
18.03.2026:10:15 - 12:00
Ort:EG, F 022, Hörraum
Unitobler
Lerchenweg 36

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