Vorlesung Bildungssoziologie: Bildungswege in der Schweiz in den Perspektiven Governance und Gerechtigkeit
Dienstag, 17.03.2026
In der Vorlesung befassen wir uns mit den Bildungswegen und Übergängen von der Primarstufe bis zur nachobligatorischen Bildung auf Sekundarstufe II im föderalistisch organisierten Schweizer Bildungssystem in zwei Perspektiven. Zum einen interessiert in der Perspektive der Governance, wie die zentralen Übergänge Primarstufe-Sekundarstufe I sowie Sekundarstufe I-Sekundarstufe II in den Kantonen gesteuert, d.h. reguliert, organisiert, reformiert und legitimiert werden. Welches sind die zentralen Akteure, Ebenen und Orte der Governance? Welche Bildungswege werden angeboten, welche Bildungsziele und Anschlusswege sind mit ihnen verbunden? Wie wird der Zugang zu den verschiedenen Bildungswegen organisiert und rechtfertigt? Zum anderen analysieren wir in der Perspektive der Gerechtigkeit, welche Problemstellungen und Spannungsfelder, die die Chancengleichheit in der Bildung betreffen, in der Governance entstehen. So ist beispielsweise die biografisch frühe Sortierung der Kinder beim Übergang von der Primarstufe in die verschiedenen Leistungszüge der Sekundarstufe I ein Merkmal, das Kinder aus sozial schwächeren Familien in ihren Bildungsmöglichkeiten benachteiligt. Auch die Geschlechtszugehörigkeit, nationale und sprachliche Herkunft oder der Wohnort sind Faktoren, die die Bildungschancen beeinflussen. Mit welchen soziologischen Theorien und Konzepten können wir die Ergebnisse zur Governance und Gerechtigkeit erklären und verstehen?
| Dozierende(r): | Prof. Dr. Regula Ursula Leemann |
|---|---|
| 17.03.2026: | 12:15 - 14:00 |
| Ort: | 003, Hörsaal Hörsaalgebäude vonRoll Fabrikstrasse 6 |
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