Landschaftschoreografien/Landscape Choreografies
Dienstag, 17.03.2026
Choreografien in/als/mit Landschaft haben in der Tanz- und Kunstgeschichte eine lange Tradition. Sie verbinden Konzepte von Körper und Umwelt, Ökologie und Gesellschaft, Kunst und Politik und werden insbesondere seit den 1960er-Jahren als Site-Specific-Dance bzw. -Performance, Environmental Dance, in situ-Dance, Land Art, Ecological Art oder Eco Art diskutiert. In der Tanzszene haben sie im Nachgang der Covid-19-Pandemie und unter dem Eindruck ökologischer Dringlichkeit besondere Relevanz erhalten. Im Seminar fassen wir sie als Landschaftschoreografien. Wir untersuchen ausgehend von historischen und aktuellen Beispielen (u.a. «Shared landscapes» von Rimini Protokoll/Barneaud (2023), «Gold – A silent walk for the living» von Bigler/Hasler (2024/2025), «Wasteland» von Claudia Bosse (2025)) verschiedene Formen und Formate wie (Audio-)Walks, Scores, ökosomatische Praktiken, virtuelle Räume und partizipative Anlagen. Wir fragen nach ihren jeweiligen Verhältnissen zu Konzepten von Landschaft, Natur, Umgebung bzw. Environment, Körper und Gemeinschaft und stellen diese in den Kontext theoretischer Überlegungen zu (Landschafts-)Raum, Ökologie und Gesellschaft. Mit Blick auf dramaturgische Strategien, ästhetische Setzungen und institutionelle Rahmungen untersuchen wir, welche Relationen zwischen der künstlerischen Praxis und den performativen Landschaften hergestellt werden und welche gesellschaftlichen Wirkungen sie entfalten.
| Dozierende(r): | Dr. Julia Wehren |
|---|---|
| 17.03.2026: | 14:15 - 16:00 |
| Ort: | 1. Etage, Seminarraum 116 Uni Mittelstrasse Mittelstrasse 43 |
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