Religionswissenschaft (Science of Religion)

BA/MA Seminar (EMP): Eine lebendige Erde: Götter, Pflanzen, Tiere und Menschen in der Antike

Mittwoch, 18.03.2026

Der antike Philosoph Thales von Milet betrachtete die Erde als «voll von Göttern». Die Erde ist der kosmische Ort, an dem die Götter wirken. In jedem Baum, in jeder Quelle, in jedem Berg wohnt mög-licherweise ein göttliches Wesen. Die Natur begegnete den Men-schen der Antike daher einerseits als segensreich, andererseits aber auch als bedrohlich. Im Umgang mit dieser dynamischen Ambiva-lenz einer göttlichen Natur entwickelten sich in den Mythen, in der Dichtung, in der frühen Philosophie und vor allem in religiösen Praktiken und Mysterien verschiedenste Vorstellungen, der Natur zu begegnen. Das Seminar soll anhand ausgewählter Quellentexte aus Religion, Dichtung, Philosophie die historische Entwicklung von antiken Naturvorstellungen nachzeichnen. Welche verschiedenen Auffassungen einer Natur gab es? Warum wurde die Erde als leben-dig aufgefasst? Warum wurden bestimmte Orte wie einzelne Bäume oder Quellen als Schauplätze mythischen Geschehens besonders ver-ehrt? Welche Rolle spielten Tiere für die Verehrung der Götter und für die Entwicklung der Ritualpraxis? Wie wirkte die Beobachtung des Pflanzenwachstums auf die Entwicklung der Philosophie ein? Kannten die antiken Gesellschaften Formen von Nachhaltigkeit? Und gab es bereits in der Antike Alternativen zum Fleischverzehr?

Dozierende(r): Guido Horst Nerger
18.03.2026:12:15 - 16:00
Ort:2. Etage, 212, Seminarraum
Hauptgebäude
Hochschulstrasse 4

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