Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Kriegs I-II
Dienstag, 17.03.2026
Was ist der Mensch, was ist die griechische Klassik? Bedeuten sie Steigerung und umfassende Entfaltung von inhärenten Potentialen? Oder den nackten Überlebenskampf der Kreatur im Angesicht von Not und Elend? Thukydides’ Antwort verbirgt sich in einem Moment des Umschlags, dem abrupten Übergang von Perikles’ Lobpreis der Stadt Athen, in der die Dignität des Ideals die Solidität des Wirklichen erlangt hat, zum Ausgeliefertsein ebendieser Stadt an das Massensterben infolge der Pest. Im Angesicht dieser Gegensätze stellt sich eine kaum überbrückbare Spannung ein, in die der Mensch hineingehalten ist, nicht zuletzt derjenige, der die prekäre Höhenluft attischer Kultur atmet. In diesem Seminar wollen wir uns dem gedanklichen und sprachlichen Anspruch aussetzen, den das thukydideische Werk, mit der ihm eigenen distanzierten Wucht, an uns heranträgt, anhand der Lektüre ausgewählter Abschnitte aus den Büchern I und v.a. II.
| Dozierende(r): | Dr. Tobias Joho |
|---|---|
| 17.03.2026: | 16:30 - 18:15 |
| Ort: | 1. UG, F-101 Unitobler Lerchenweg 36 |
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