Wer ist Jude/Jüdin? Grenzziehungsdebatten im modernen Judentum
Mittwoch, 18.03.2026
Während die sogenannte „Orthodoxie“ meist mit Ausgrenzung der „Mischehen“-Familien reagiert, bemühen sich nicht-orthodoxe Glaubensrichtungen des Judentums um eine Integration interreligiöser Partnerschaften und um eine Aufnahme vaterjüdischer Kinder ins Judentum. In der Diaspora engagieren sich nicht-orthodoxe Glaubensrichtungen dafür, eine Vielfalt jüdischer Identitäten integrieren zu können und heissen auch feministische und queere Jüdinnen und Juden als Teil der Gemeinschaft willkommen. Demgegenüber steht ein zunehmend fundamentalistisches Oberrabbinat in Israel, das auf Grund einer fehlenden Trennung von Religion und Staat seine rigiden Kriterien der Zugehörigkeit zum Judentum allgemein verbindlich durchzusetzen sucht. Diese Diskrepanz führt weltweit zu heftigen Kontroversen innerhalb den verschiedenen religiösen Strömungen des Judentums.
| Dozierende(r): | Dr. Daniel Gerson |
|---|---|
| 18.03.2026: | 16:15 - 18:00 |
| Ort: | 1. UG, F -102, Seminarraum Unitobler Lerchenweg 36 |
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