Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (German Studies)

Ergänzungskurs (Vorlesung) SW: Historische Sprachwissenschaft. Eine Einführung

Mittwoch, 18.03.2026

Im Laufe des Germanistikstudiums mögen manche sich schon folgende oder ähnliche Fragen gestellt haben: Woher kommt die deutsche Sprache und mit welchen Sprachen ist sie wie eng verwandt? Wie klingt Althochdeutsch und wieviel davon könnten wir spontan oder mit einigem Knobeln verstehen? Welchen Wandel hat die deutsche Sprache durchlaufen? Nach welchen Prinzipien ändern sich Sprachen und warum tun sie es überhaupt? Wie haben sich Dialekte und eng verwandte Varietäten anders entwickelt (und warum)? Wie wird sich die deutsche Sprache in Zukunft weiterentwickeln? All diese Fragen zielen auf eine sprachhistorische Betrachtungsperspektive. Die Vorlesung möchte in die historische Sprachwissenschaft einführen und systematisch die wichtigsten Etappen in der Entwicklung des Deutschen aufdecken. Im Zentrum stehen ausgewählte Sprachwandelprozesse im Bereich der Phonologie und Morphologie, die oftmals für zentrale Unterschiede zwischen Niederdeutsch, Hochdeutsch und Schweizerdeutsch verantwortlich sind. In Auswahl werden auch Phänomene (morpho-)syntaktischen, semantischen und pragmatischen Wandels behandelt. Am Beispiel der Familiennamengeographie wird ein weiterer Anwendungsbereich der Lautgesetze vorgestellt. Einen Einblick in theoretische Zugriffe verleiht die Vorlesung am Beispiel der Grammatikalisierungstheorie, die etwa die Entstehung des "haben"-Perfekts oder des schweizerdeutschen "am"-Progressivs erklären kann.

Dozierende(r): Prof. Dr. Luise Kempf
18.03.2026:10:15 - 12:00
Ort:EG, F 021, Hörraum
Unitobler
Lerchenweg 32-36

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